Birkhäuser Verlag, Basel 2018, ISBN 978-3-0356-1619-4
Statt eines Vorworts: Brief an einen Kritiker
Lieber Herr G.
haben Sie herzlichen Dank, dass Sie sich der Mühe einer Antwort – und noch dazu einer so ausführlichen – unterzogen haben, obwohl Ihnen der Text ganz offensichtlich mächtig gegen den Strich gegangen ist – man spürt förmlich den Aufruhr und die zusammengebissenen Zähne zwischen den Zeilen – und dass tut mir natürlich leid und umso mehr bin ich dankbar, dass Sie diesen nicht „eingesperrt“ haben.
Denn Ihre allergische Reaktion hat mich mit Schrecken an die tief verankerten Abwehrreflexe erinnert, die in der Generation der heute etwa Sechzigjährigen solche Reizwörter wie „Schmuck“, „Repräsentation“, „Dekor“, „sakrale Sphäre“ etc. – auf die Architektur bezogen – immer noch auslösen. Ich vergesse immer wieder, wie sehr ich selbst mich inzwischen von der offiziellen Lesart der Moderne, in der wir alle aufgewachsen sind, entfernt habe, seit ich vor 15 Jahren begonnen habe, mich noch einmal ohne ideologische Scheuklappen mit den Grundlagen der Architektur auseinanderzusetzen.
Das war ein ziemlich frustrierender Prozess, denn ich musste mehr und mehr feststellen, dass – um eine extrem lange Geschichte extrem kurz zu fassen – wir Alle von Allen über Alles, was die Architektur angeht, nach Strich und Faden belogen worden sind.
Schon die offiziellen Lesarten der Architekturtheorie Vitruvs stellten sich bei genauerer Untersuchung als mehr oder minder fehlerhaft heraus, auch bei den Darstellungen von Leben und Architekturtheorie Albertis zeigte sich eine teilweise groteske Legendenbildung. Erst recht ergab das Studium der Kunstgeschichts-Literatur des 19. Jahrhunderts ein erschreckendes und ernüchterndes Ergebnis. Was die berühmten Koryphäen auf minimalster Faktenbasis (meistens nur Vasari) z.B. über die Renaissancearchitekten zusammenphantasiert haben – abenteuerlich. Was sie für gewaltige Panoramen der Stil- und Baukunstentwicklung entworfen haben – viel mehr Dichtung als Wahrheit.
Nun gut – das war jetzt alles Alte Architektur.
Aber mit der Moderne und den 1920er-Jahren wurde es keineswegs besser, sondern die Ideologische Ausrichtung wurde eher noch stärker. Indem die führenden Protagonisten die Architektur von ihrer gesamten Vorgeschichte (immerhin ca. 96 % der bisherigen Baugeschichte) abgeschnitten und die gesamte Alte Architektur mit einem Tabu belegt hatten, war es ihnen tatsächlich gelungen, die herkömmliche Vorstellung von Architektur mit all ihren grandiosen Baukunstwerken auf die Erscheinungsformen einer technokratisch-puristischen Maschinenwelt zu reduzieren – eine beachtliche demagogische Leistung.
Trotzdem wäre der barbarische Akt, alles vorher Gewesene auf den Müllhaufen der Geschichte zu werfen, vielleicht tolerabel gewesen – so ist das eben bei Revolutionen –, wenn an die Stelle der alten Stil- und Baukunst-Ideologie jedenfalls ein wahreres und richtigeres Bild der Architektur getreten wäre und nicht diese lächerliche Rückführung auf die Funktion, die uns dann in den 50er- bis 70er-Jahren den Funktionalismus und eine wirklich nur noch schäbige Vorstellung von Architektur bescherte.
Dann die überfällige Revolte dagegen, die Postmoderne, leider aber meist nur als untauglicher Versuch, die alten Versatzstücke zu reanimieren, anschließend der Rückgriff auf den russischen Konstruktivismus, aber auf rein formaler Ebene, und, und, und….. „Entwurzelung“ ist vielleicht ein passender Begriff für diese Entwicklung – aber die Wurzeln waren ja auch gekappt und das Karussell der formalen Moden drehte mehr und mehr frei. (Bitte verzeihen Sie mir die überaus polemische und unsachliche Kurz-Darstellung – aber sonst müsste ich noch 30 Seiten mehr schreiben).
Und letztlich nützt dieses ganze Lamento ja auch nichts. Wenn man der Überzeugung war, dass das meiste, was über die Alte Architektur geschrieben wurde, eher Dichtung als Wahrheit war und das meiste, was als Kern der Neuen Architektur propagiert wurde, nicht tragfähig, nicht überzeugend oder gar falsch war – dann musste man doch irgendwann auch einmal sagen, wie es denn richtig wäre!
Also habe ich mich schließlich hingesetzt und versucht, das Ganze der Architektur noch einmal neu zu denken und dabei auch die 2000 Jahre der Alten Baugeschichte nicht außen vor zu lassen, als hätte es erst seit 100 Jahren „richtige“ Architektur gegeben. Was also waren und sind die gemeinsamen Grundlagen?
Zunächst einmal konnte man nicht länger die Augen vor der Trennung zwischen dem Bauen für den Gebrauch und der Sakral- und Herrschaftsarchitektur verschließen. In der gesamten Alten Architektur war sie selbstverständlich. Die Häuser der Armen bauten diese selbst oder in Nachbarschaftshilfe, die Häuser für die Bessergestellten bauten die Handwerker oder die Baubetriebe – nur für den Sakral- und Herrschaftsbau holte man sich Architekten. Das war 2000 Jahre lang ein ganz schmaler Sektor, vielleicht 1-2 % der Bauleistung bis ins 19. Jahrhundert hinein, als der Architekt allmählich ein bürgerlicher Beruf wurde, weil das Bürgertum jetzt auch Bedarf an repräsentativen staatlichen Bauten und privaten Villen entwickelte. Diese Trennung zwischen den Bauten der „normalen“ Menschen und denen der Sakral- und Herrschaftsarchitektur war nicht schön, aber eine Tatsache.
Folgerichtig haben die Architekten der 20er-Jahre als erstes diese Trennung abgeschafft und dabei den Beifall aller fortschrittlichen Menschen auf ihrer Seite gehabt: Architektur musste für Alle und Alles da sein, auch für den Garagenanbau und das Arbeiterwohnhaus. Égalité – wunderbar! Und tatsächlich gehört der Siedlungsbau der 1920er-Jahre zu den großen Errungenschaften der Modernen Architektur. Und auch in der vom Krieg gebeutelten Nachkriegszeit gab es mit dem Sozialen Wohnungsbau, mit den schlichten Bungalows auch für die Reichen und den zurückhaltenden Kultur- und Regierungsbauten einen hohen Anteil nicht-repräsentativer Architektur. Aber das ging schnell vorbei. Mit großer Wucht kehrte das Prinzip der Repräsentation, das schon die gesamte Alte Architektur geprägt hatte, in Form der Glamour-Architektur für die neuen Herrscher, die Banken und Konzerne, zurück, die sich einen Stararchitekten mieten wie einst die Mitglieder der Serenissima einen Palladio. Auf der anderen Seite floriert die banale Investoren- und Baumarktarchitektur, die Ödnis der Einfamilienhaussiedlungen mit ihren aus Fertighauskatalogen zusammengestellten „Traumhäusern“ und die Sanierung der unsäglichen Plattenbausiedlungen für die Harz IV-Klientel – gestalt- und kulturloses Bauen für den Gebrauch allenthalben. Und dazwischen eingeklemmt eine schmale Schicht von Architekten, die verzweifelt versuchen, ihren Gestaltungsanspruch gegen die Ökonomisierung der Architektur aufrecht zu erhalten.
Natürlich könnte man auch darüber ein Buch schreiben und mit solchen Tiraden über den Niedergang der Architektur viel Beifall einheimsen – aber das war hier nicht das Thema. Hier ging es um den Versuch, das Ganze der Architektur auszuloten und zu beschreiben, also auch die „schmutzige“ Seite: die Tatsache, dass Repräsentation immer eine zentrale Rolle in der Alten Architektur gespielt hat, immer ein treibender und den Wettbewerb anstachelnder Faktor gewesen ist, und dass das heute mit den Glitzerhochhäusern in Dubai und überall sonst auf der Welt nicht anders ist. Man kann das degoutant finden, aber es ist so: Repräsentatives Bauen ist ein wesentlicher, aber von der Moderne totgeschwiegener Grundpfeiler der Architektur.
Und genauso ist es mit der freundlichen Schwester der Repräsentation, der Dekoration. Es hat in der gesamten Alten Architektur nie ein Bauen ohne dekorative, verzierende, schmückende Elemente gegeben. So etwas war einfach nicht vorstellbar. Es hat starke Schwankungen in der Intensität gegeben, auch immer wieder Reinigungsphasen, aber erst gegen Ende des 19. Jahrhunderts lief die Entwicklung mit dem ganzen applizierten Plunder gänzlich aus dem Ruder (das habe ich ja auch beschrieben). Und dann kam mit der Moderne die ultimative „Reinigung“, die gänzliche Tabuisierung des Ornaments, das strikte Verbot. Diese zutiefst puritanische Attacke, dieses zwanghafte „Reinheitsgebot“ war zwar nur der ideologische Überbau der heraufziehenden Industrialisierung und Maschinisierung der Architektur – aber es entfaltete trotzdem eine ungeheure propagandistische Macht und Wirkung bis heute.
Aber auch hier muss man sich ehrlich machen und konzedieren, dass dieser „Purismus“ vielleicht eine Spielart, aber nie das Ganze der Architektur abbilden kann. Mit der gleichen Wucht wie bei der Repräsentation kehrte auch der Wunsch zurück, „ein Gebäude über das streng Notwendige hinaus“ zu gestalten und zu „verschönern“, sei es mit dem Kitsch der Alltagsarchitektur und der Baumärkte, sei es mit dem Pseudoprunk der Investorenpaläste oder sei es mit der neuen Material- und Oberflächenästhetik der architektonischen Hochkultur. Kaum noch ein Gebäude, das nicht durch raffinierte „ornamentale“ Oberflächenbehandlung oder strukturierenden Materialeinsatz jene visuelle Bereicherung anstrebt, wie sie die Dekorationssysteme der Alten Architektur problemlos erreicht haben. Informationstheoretisch ist der Mechanismus klar und simpel: nur Gebäude oder Gebäudeteile, die man nicht mit einem Blick erfassen kann, können die Aufmerksamkeit fesseln, visueller Reichtum war immer und ist auch heute eine echte Qualität. (Außer im Spezialfall des Minimalismus, wo gerade das Fehlen von Information zur Kunst werden kann).
Es gibt trotzdem immer wieder die Versuche, all diese Ornamente, Zierleisten und Schmuckelemente der Alten Architektur auf funktionale, konstruktive oder herstellungstechnische Gründe zurückzuführen (und auch Sie führen dies mehrfach an) – aber das stimmt einfach nicht, es bleibt ein Überschuss, den man auf diese Weise nicht wegerklären kann. Sie können diese wunderbare, abwechslungsreiche Formenvielfalt schlichtweg nicht funktional begründen, ebenso wenig wie die ziselierten Muster der Spitzendecken von Burano, die verzierten Totempfähle, die Vielfalt mittelalterlicher Fachwerkfassaden – und auch nicht die exquisiten Innenraumgestaltungen von Adolf Loos. Auch Ornament und Dekoration waren und sind ein elementarer Bestandteil der Architektur, wenn auch heute meist in einem anderen Gewand.
Jetzt habe ich schon zweieinhalb eng beschriebene Seiten benötigt, um zu erklären, was in den dürren Absätzen der ersten fünf Seiten steht und warum es da steht: Warum der erste Satz in einem Buch über Baukunst und Architektur lautet: Am Anfang war das Bauen. Dass schon dieser erste Satz ein erstes Statement gegen die traditionellen Erzählungen ist, die entweder gleich mit den Tempeln und Pyramiden anfangen, oder tatsächlich historisch-materialistisch mit der Urhütte, diese aber als Anfang der Baukunst(!) verkaufen. Des Weiteren: Warum ich ausgerechnet mit Adolf Behne anfange, der mir immer sympathisch war, weil er kein so knallharter Funktionalist war (siehe z.B. seine Kritik an der Dammerstock-Siedlung von Gropius), sondern auch die „Schönheit“ und das „Schmücken“ des Bauwerks als elementaren, gleichberechtigten Faktor ins Spiel brachte.
Behne lieferte also schon zwei Grundpfeiler, Funktion und Dekor; hinzu kamen als Drittes Material und Konstruktion und als Viertes der Typus, also die Existenz von kollektiv entwickelten Bautypen, die es überhaupt erst möglich machte, dass für den größten Teil des Bauens gar keine Architekten nötig waren. Jedes Mitglied der jeweiligen Gesellschaft wusste, wie ein Tipi, ein Iglu, ein Blockhaus, aber auch ein niedersächsisches Bauernhaus, ein sorbisches Umgebindehaus, ein Speicherhaus der Hanse oder auch eine gründerzeitliche Mietskaserne aussah. Es gab bloß immer auch größere oder kleinere, prächtige oder armselige Exemplare – und daraus resultierte der 5. Grundpfeiler: Repräsentation.
Aber alle 5 Grundpfeiler galten und gelten generell für das Bauen, waren keine hinreichende Bedingung für die Baukunst. Um Baukunst hervorzubringen, bedarf es – platt gesagt – eines Baukünstlers. Jemand muss eine Gestaltidee entwickeln und diese dann auch noch in ein Gebäude umsetzen können, das galt vor 3000 Jahren genauso wie heute. Nur dass damals die einzigen Gebäude, wo so etwas möglich war, die Sakralbauten oder die Grabmäler der Gottkaiser waren. Deshalb entstand die Baukunst dort, oder besser: manifestierte sich dort als erstes. Um die These von der Entstehung der Baukunst in der sakralen Sphäre zu vertreten, muss man keinem reaktionären Mystizismus anhängen oder pseudoreligiöse Vorstellungen verbreiten. Im Übrigen stammt die These nicht von mir, sondern taucht bei vielen namhaften Kunst- und Architekturhistorikern auf.
Aber meine Schilderung der Entstehung der Baukunst basiert noch auf einem anderen Ausgangspunkt, dessen Fehlen Sie merkwürdigerweise monieren: Es kämen „die historischen Protagonisten zu wenig zu Wort, die zu Figuren werden könnten, für deren Zeugnisse die Leser dann auch ‚Empathie‘ entwickeln könnten.“ Eigentlich habe ich die ganze Zeit genau das versucht und dabei bewusst in Kauf genommen, dass meine Schilderung des Ganges der Geschichte – von der Neuausrichtung der Grundlagen einmal abgesehen – vor allem durch das extrem empathische Hineinversetzen in die jeweilige Zeit und die jeweiligen Protagonisten von einer neutralen, kunsthistorischen Darstellungsweise abweicht. Ich bin eigentlich immer von der Wahrnehmung der vor Ort agierenden Personen ausgegangen: der ameisenkleinen Menschen beim Bau der riesigen Pyramiden und Grabmäler (das Photo der mühsam die steilen Treppen der Ruine von Chichén Itzá erklimmenden Menschen stammt übrigens von Julius Schulman); die Winzigkeit der neben der Säule im mittleren Joch stehenden schmalen Frauengestalt im Vergleich zum Inneren des Parthenon (s. Abb.). Wie kann man diesen Maßstabssprung anders erklären, als dass dies eben kein Haus für die Menschen war, sondern für die Götter, an die die Menschen damals anscheinend glaubten. Dann die Schilderung der Wirkung der gotischen Kirchenräume und ihrer alle Sinne überwältigenden Komplexqualität, verbunden mit der Frage, was die Menschen dazu getrieben hat, solche Räume zu bauen und nicht mit der normalen romanischen Basilika zufrieden zu sein. Und schließlich die Beschreibung der Situation der Renaissance-Architekten, wie sie die Ruinen des Forum Romanum durchstreiften und immer wieder versuchten, sich den Glanz des kaiserlichen Roms vorzustellen und ihm nachzueifern. Diese Aufzählung könnte man beliebig fortsetzen – immer ist es der Versuch, nicht nur zu beschreiben, sondern zu verstehen und dann vielleicht erklären zu können. Zumindest werden für jedes dieser Phänomene Erklärungen angeboten: subjektive, spekulative (wie Sie schreiben), vielleicht auch oft völlig falsche – aber immerhin Erklärungen!
II.
Ihr Brief hat mir schlagartig die Augen darüber geöffnet, wie sehr der Text eigentlich eines erklärenden Vorworts bedürfte. (Das Problem ist nur, dass dieses wahrscheinlich länger würde als der Text selbst).
Wie soll ein Leser, der das Buch arglos zur Hand nimmt, verstehen, dass hinter jedem dieser kleinen Absätze eine extrem lange Begründungskette steht, das Ergebnis langer Abwägungen gerade dort, wo es sich um Tabubrüche handelt, die bei einem durch die Ideologie der Moderne sozialisierten Architekten sofort Brechreiz auslösen. Und dass auf der anderen Seite auch die vielen Bereiche, die ganz konventionell daherkommen und von denen Sie so enttäuscht sind (mangelnder Spannungsbogen, namedropping etc.), weil Sie sich eine „frische“ Erzählung erhofft hatten – dass auch diese nicht einfach nach Kanon abgespult wurden, sondern einer ebenso langen Prüfung unterzogen wurden, ehe sie übernommen wurden. Es war nicht mein Ziel, originell zu sein! Und meistens kommt im nächsten Absatz sowieso schon wieder eine Abweichung vom Mainstream, eine kritische Reflexion oder eine Provokation hinzu.
Sie haben ja gesehen, dass ich im Satzbild nach jedem Absatz eine Leerzeile gelassen habe. Diese etwas ungewöhnliche Maßnahme soll eigentlich ein Hinweis darauf sein, innezuhalten, erst einmal zu verdauen und nachzudenken, ob da nicht doch etwas dran sein könnte, anstatt gleich im Text weiterzurutschen: Jeder einzelne Absatz eine eigenständige Stufe, die man erklimmen muss wie auf dem Foto von Chichén Itzá. Sonst wäre ich ja auch nie mit 200 Seiten ausgekommen, sondern hätte mindestens 2000 gebraucht.
Aber wahrscheinlich werden Bücher heute nicht mehr so gelesen, da gilt das eherne Gesetz von der Ökonomie der Aufmerksamkeit: das muss alles schnell erfassbar und schnell verdaulich sein und schnell in die richtige Schublade gepackt werden können. Und wenn es sich sogar um den vermessenen Versuch handelt, einen vorsichtigen Paradigmenwechsel zur kanonischen Erzählung der Moderne über das, was Architektur ist, einzuleiten, versteht das wahrscheinlich erst recht keiner und legt das Buch ungehalten zur Seite.
Eigentlich weiß ich das ja alles, aber ich vergesse es immer wieder – und Sie haben mich jetzt etwas unsanft, aber wirksam auf den Teppich zurückgeholt. Aus ungefähr 10.000 m Flughöhe, wo man zwar ganz deutlich die scharfe Grenze zwischen Alter und Neuer Architektur erkennen kann, aber auch, dass es auf der anderen Seite weitergeht, dass es trotzdem viele Gemeinsamkeiten gibt und dass es sich nach wie vor um ein einziges, zusammenhängendes Territorium handelt.